Ich hatte es je versprochen und möchte nach längere Artikelabstinenz nun auchmal wieder etwas interessantes Beitragen. Heute lernen wir wie im Grunde jeder Affiliate mit einer eigenen Seite und grundlegeneden HTML-Kenntnissen sowie 100€ Kreditkarten-Volumen einen schönen Start findet. Ach ja, alles was ich hier vorschlage ist natürlich böse und sollte mit den Programmen in denen die Affiliates arbeiten abgesprochen sein. Von allen metaapes Affiliates erwarte ich das Ihr hier nix mehr lernen könnt - also weiter artig Sales generieren (Wir checken das eh ständig)
Was ist Weekend Bidding?
Eigentlich ganz einfach. Weekend Bidding beschreibt Kampagnen welche nur am Wochenende laufen um speziell User die am WE das Internet nutzen abzufangen. Das ist ja im Grunde nix besonderes und vor allem nichts düsteres. Düster wird es aber dann wenn wir Weekend Bidding auf Markenbegriffen durchführen würden welche nicht uns selbst gehören. Das ist Böse - geht aber trotzdem.
Warum Weekend Bidding?
Jeder weiß - Markenbegirffe, Falschschreibweisen und Synonyme für Marken funktionieren in der Conversion Rate und im ROI am besten. Das liegt sicher einfach daran das gerade die Marke eines Unternehmens oder eines Produktes i.d.R. das “Abschöpf-Keyword” beschreibt. Bedeutet: Jede Werbemaßname einer Marke, ganz gleich ob Online oder Offline, zahlt in den Abschöpf-Effekt eines Markenbegriffes ein. Je mehr geworben wird, desto mehr Leute kommen über die Suchmaschinen und dem Markenbegriff auf die Website eines Unternehmens und Bestellen Waren, Dienste und Services.
Jetzt ist es nunmal so das man, zumindest in DE, registrierte Marken in Google Ad-Words schützen kann. Gut, das empfehle ich auch jedem zu tun, da so zumindest schonmal die Affiliates und Trittbrettfahrer die diesen Artikel nicht lesen werden, aus der SERP (Search Engine Result Page) für Ihre Marke ferngehalten wird. Möchte man trotz Markenschutz und mit vollem Bewußtsein das man sich eine Unterlassungserklärung einhandelt trotzdem eine Marke eines Unternehmens buchen welche geschützt ist und man selbst ist zufällig nicht gerade auf der berühmten Whitelist für diese Marke, empfiehlt es sich Weekend Bidding zu betreiben.
Warum sollte jemand Weekend Bidding machen?
Gehen wir mal davon aus Sie/Du bist ein Affiliate und hast eine Finanzseite/Blog/Whatever
Kleine Rechenaufgabe:
Buchst Du “kredit” in Google Ad-Words mußt Du um die 5k Tagesbudget bei 10€ CPC einstellen um überhaupt den Weg auf die erste Seite in der SERP zu schaffen. Immer mit der Gefahr das Du am Ende des Tages für deine 5k gerade mal 500 Klicks bekommen hast wovon innerhalb von 30 Cookietagen 0,5% ein harter Sale werden. Nehmen wir mal an eine Bank würde Dir für diese Sales (im Rechenbeispiel 2,5 Sales) 250€ netto überweisen. Somit hättest Du auf 5k Investment immerhin ganze 625€ netto Return generiert. Wow - Du hättest offiziell den besten Weg gefunden Geld zum Fenster rauszuwerfen.
Nehmen wir mal an das Du anstatt “kredit” einen Markenbegriff buchst. Sollte dein AD trotz Markenschutz angezeigt werden (was ja eigentlich nicht möglich ist) würdest Du den Klick auf dem Keyword “Bankmarke” warscheinlich für maximal 0,10€ CPC einkaufen. Rechnest Du nun 5k€ durch 0,10€ kommst Du auf 50.000 Klicks bei einer CR von 0,5% (die ist bei Brand-Begriffen natürlich viel höher) landest Du bei 250 Sales á 250€ pro Sale netto - Bumm - 62.500€ Return also sage und schreibe 57.500€ Profit.
Klar, überzogenes Beispiel und ja, alles unrealistisch .. aber … vielleicht ja nicht wirklich
Wie auch immer, ich denke mein Beispiel zeigt worüber ich rede. Soll ich nun erklären wie Weekend Bidding funktioniert, oder nicht?
Wie mache ich nun Weekend Bidding?
Eigentlich ganz einfach. Hier Step by Step:
- Ich werde mir bewußt darüber das ich nicht nur gegen den Markenschutz von Google verstoßen werde sondern mir auch eine Unterlassungsklage sowie Abmahnungen einhandeln kann die teuer werden können. Da Du das aber unbedingt willst und ich hier ja eh keine Haftung übernehmen - Viel Spaß
- Du suchst Dir ein Thema aus was zu deiner Seite/Blog/Abitrage(Böse)/Portal passt.
- Du bereitest ein neues Google-Konto vor welches Du idealerweise mit Kreditkarte bezahlst (Google Konto könnte gesperrt werden, also kein Bestandskonto mit fetter Historie verwenden) Ach ja, auch keine Gutscheinkonten das wird anders überprüft!
- Du füllst dieses Konto mit relevanten Begirffen die ganz sicher nicht geschützt sind aber durchaus einwenig Traffic machen und läßt es ein paar Tage bei Google laufen (Beispiel - Richtig dumme Falschschreibweisen die eh kein Schwein suchst, die aber ein paar Klicks machen so das das Konto in Ad-Words angelaufen ist)
- Du suchst Dir die passenden Marken aus welche Du idealerweise in Form einer Vergleichstabelle als Affiliate eh auf deiner Seite hast so das Du einfach auf die Übersicht Deeplinken kannst.
- Du wartest bis es Freitag Abend ist (sagen wir 7pm Dublin/Zürich Zeit)
- Du fügst die gewünschten Markenbegriffe in dein Google-Konto ein und freust Dich auf die automatische Nachricht im Google-Tool das diese Begriffe geschützt sind. Achtung - Böse!
- Nun trägst Du im Kommentarfenster dieser Nachricht ein das Du sehr wohl mit der Marke werben darfst. Den Text kannst Du frei wählen. Du lügst also quasi … hier entsteht das Risiko!
- Nach Bestätigung des ganzen sollten die Begriffe innerhalb weniger Minuten in der SERP erscheinen. Die Markenbegriffe sollten ebenfalls auftauchen.
- Jetzt kannst Du in Ruhe Klicks und Sales abschöpfen - wichtig ist nur das Du die ganze Kampagne am Sonntag gegen 7pm Dublin/Zürich Zeit wieder ausschaltest. Warum die ganze Kampagne? Damit der Markennutzungsrequest komplett auf der Editor-Schlange bei Google entfernt wird. Konto nicht mehr aktiv, kein Problem für Google also.
Das ganze wiederholst Du nach deinem Gusto bis Dir Google das Konto irgendwann komplett deaktiviert. Das merkst Du daran das Du zwar das Konto laufen läßt, aber keine Klicks mehr kommen obwohl alles gut eingestellt ist. Dann empfiehlt es sich das Thema mit einem neuen Konto auf andere Kreditkarte erneut zu starten.
Warum funktioniert das überhaupt?
Eigentlich ganz einfach. Zum einen sichert Google keinen Markenschutz zu sondern sieht dies als zusätzlichen Service für die Marken und Unternehmen welche sich dem doch manchmal sehr umständlichen Prozedere des Markenschutz bei Google unterwerfen. Zudem liegt die Lücke im Weekend Bidding einfach daran das Google größtenteils die Markenverstoße händisch vom Editor Team in Dublin kontrollieren läßt. Da diese am WE i.d.R. nicht arbeiten gibt es hier eine nette Lücke die man nutzen kann.
Ist das nicht echt böse?
Ja, ist es und wie bereits gesagt kann ich niemandem empfehlen Markenmissbrauch zu betreiben. Ich denke aber jeder sollte diese Lücke kennen und somit als Advertiser darauf reagieren können. Ich empfehle es nicht Weekend Bidding zu machen sondern lediglich aware zu sein das diese Lücke existiert. Gute Advertiser und Ihre Agenturen checken deshalb auchmal am Wochenende ob Markenmissbrauch stattfindet und mahnen dann sofort ab. (Machmal direkt, manchmal per Anwalt)
Was sollte ich noch wissen?
Ach ja, in UK und Irland haben sich die Google-Regeln zum Markenschutz übrigends geändert. Dort darf nun das KW gebucht werden, es darf aber nicht im Ad-Text oder in der URL auftauchen. Sowas kann man natürlich toll nutzen wenn man Stress sucht oder Ärger mag
Ach ja, für jeden der das Thema Markentrittbrettfahren mal testen möchte, bei YAHOO gibt es keinen Markenschutz und die einige Unternehmen buchen da leider nix. Also freie fahrt voraus ![]()
Noch was … einige Marken sind wundersamerweise resistent gegen jeden Markenmissbrauch und lassen sich, dank automatischer Google Prüfung, nicht buchen. Dazu gehören vor allem Apple Produkte. Hier könnte man theoretisch mit symbolen arbeiten. Aber auch das fällt Google nach einiger Zeit auf
Beispiel - anstatt Ipod buchet man Ip0d (also mit einer Null anstatt dem “O”). Funzt aber schon länger nicht mehr - soll nur ein Beispiel sein
Gruß, Tim
Tags: 11 Kommentare
bisher 11 Kommentare ↓
Aha…. der Herr Ringel…unser Saubermann…*tz tz*
ich sag ja nur wie es geht, nicht das ich sowas selbst machen würde, ist doch voll SEA Blackhat
Hmmm… leihst du mir mal über’s nächste Wochenende deine Kreditkarte?
Wer würde denn sowas machen???
Hi Tim, jetzt kommen hoffentlich nicht noch mehr einfallslose Kopierer aus den Online-Marketing-Abteilungen, Agenturen und Affiliate-Netzwerken. LG Ron
Sowas macht bekanntlich niemand … na ja, vielleicht doch, wer weiss das schon … der Randolf macht sowas bestimmt
Grüße nach South Africa
@Ron,
na ja, am Ende gibt es ja immer noch die beliebte Abmahung wenn echt ein Dösel versucht damit Reich zu werden.
Mist…. es ist erst Montag
Du kannst Die Sache bis Montags frueh laufen lassen… Sonntag Abend kommt ja immer nochmal richtig Traffic an.
[...] regelmäßig mit “Black Hat” SEM. Unter anderem hatte er mal Artikel zum Thema ” Weekend Bidding” und “Double und Tripple Bidding” verfasst. Also wird sicher eine sehr spannende [...]
[...] noch zahlreiche andere Methoden. Solltet ihr noch nichts davon wissen, lest euch einfach mal “Weekend Bidding” vom Tim Ringel [...]